Kloster Neustadt 19.11.2025
„KI und Bildung – zwischen Effizienz und Werteorientierung“ lautete der Titel der Keynote von Professor Dr. Konrad Faber vom Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz, die er am 19.11.2025 auf dem Oberrheinischen Lehrkräftetag im Kloster Neustadt an der Weinstraße gehalten hat.
In seinem Beitrag ging er zunächst auf die wesentlichen Merkmale von KI und ihre aktuelle Praxis in Schule und Hochschule ein. Einerseits verdeutlichte er die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Nutzungspotenziale von KI im Lehr- und Lernalltag, andererseits machte der Vortrag jedoch ebenso auf die mit KI verbundenen Problemlagen und ethischen Fragestellungen aufmerksam, die auf institutioneller Ebene und von den Lehrenden ein verantwortungsbewusstes Handeln erfordern.

Die aktuellen Versprechungen von KI in der Bildung zielen in erster Linie auf Effizienzvorteile und Nützlichkeit ab. In der aktuellen Debatte unterrepräsentiert bleiben allerdings Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung und werteorientierte Überlegungen, die auf soziales Lernen sowie Bildung für Demokratie und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Vor dem Hintergrund einer solchen Bestandsaufnahme betonte Konrad Faber, dass bei der Gestaltung von Lehre in Schule und Hochschule nicht die Technikperspektive dominieren darf. Didaktisches Design muss vielmehr das pädagogische Handeln der Lehrperson, die Eigenaktivität der Lernenden sowie die gesellschaftlichen Herausforderungen im Kontext demokratischer, humanorientierter Wertmaßstäbe und im Rahmen planetarischer Grenzen in den Mittelpunkt stellen.
Der Oberrheinische Lehrkräftetag wurde organisiert von der Arbeitsgruppe “Erziehung und Bildung” der Oberrheinkonferenz und fand in Zusammenarbeit mit dem Interreg Projekt Tres’OR statt.
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