SESAM’GR

SESAM’GR

Mit über 20 Partnern aus allen 6 Regionen der Großregion (Lothringen, Luxemburg, Saarland, Föderation Walloniens und Brüssel, Ostbelgien und Rheinland-Pfalz) und somit 6 verschiedenen Bildungssystemen sowie einem Gesamtbudget von 7,28 Mio. Euro ist SESAM‘GR das größte schulische Bildungsprojekt in Europa.
Der Fokus der konzeptionellen Ausrichtung liegt auf der Bildungskette und somit auf der Gestaltung der Übergänge der schulischen und beruflichen Entwicklung Heranwachsender – dies im Hinblick auf die Kontinuität und den Auf- und Ausbau von Handlungskompetenzen (Wissen, Fertigkeiten, Haltungen).
Das Projekt verfolgt dabei drei Schwerpunkte:

  • Sprachliche Bildung – Mehrsprachigkeit
  • Demokratiebildung und interkulturelles Lernen
  • Grenzübergreifende Berufsorientierung
  • Das Teilprojekt des VCRP

    Der VCRP unterstützt in Kooperation mit der TU Kaiserslautern und dem Pädagogischen Landesinstitut RLP das Projekt SESAM’GR mit einem Teilprojekt, in dem es um die Entwicklung von Lehr-Lernszenarien geht, die sich um die ko-kreative Erstellung von interaktiven Hypermedien zu ausgewählten Themenbereichen der Demokratie, Interkulturalität, Umwelt und Digitalisierung drehen.
    Eine zentrale didaktische Methode ist dabei die des Storytellings. Sie wird hier kombiniert mit der ko-kreativen Erstellung (also durch Lernende und Lehrende bzw. Begleitende) von interaktiven, nichtlinearen Medienformaten mit Multipfadnarrative. Medien mit Multipfadnarrative sind interaktive Medienformate, die nicht nur eine direkte, zeitlich festgelegte Abfolge haben, sondern mehrere, in einer Netzwerkstruktur angeordnete, narrative Pfade zulassen. Dadurch können thematische Fragestellungen sehr interessant, immersiv sowie kompetenzorientiert gestaltet werden.

    Projektziele

    Durch die Planung, Recherche und das situative „Verwickeln“ von Schülerinnen und Schülern in Fragestellungen des politischen und des umweltorientierten Handelns oder auch der Wertschätzung kultureller Diversität werden Kompetenzen demokratischen Handlungsvermögens angebahnt. Eine Querschnittsperspektive ist das verantwortungsvolle Handeln im Internet, das in Aufgabenstellungen, wie bspw. „respektvolle Kommunikation“ oder auch „Zivilcourage in sozialen Medien“ aufgegriffen wird. Durch den eigenständigen Erstellungsprozess digitaler Bildungsmedien werden darüber hinaus auch digitale Kompetenzen bzw. Medienkompetenzen aufgebaut.

    Ergebnisse

    Als Ergebnis werden didaktische Szenarien für Schule und Unterricht entwickelt, in denen Schülerinnen und Schüler zur eigenständigen Erstellung von interaktiven, narrativen Hypervideos angeleitet werden. Die initial entstehenden Medien werden webbasiert, bestenfalls als Open Educational Resources, bereitgestellt. Sie können von allen Schulen in der Großregion als digitale Lernangebote genutzt und auch von diesen durch eigene Medien kontinuierlich erweitert werden.
    Die didaktischen Szenarien reichen von Einzelstunden (bspw. Vertretungsstunden oder Stunden nach Notenschluss) bis hin zu längeren Sequenzen (wie bspw. Projekt- oder Themenwochen), die auch klassen- oder klassenstufenübergreifend durchgeführt werden können.
    Anleitungen und Datenblätter zu den jeweiligen Szenarien werden zusammen mit bereits erstellten Medienprodukten auf dem Portal edutales.eu gesammelt und zur Nachnutzung bereitgestellt.
    Begleitend sind arrondierende Dialogelemente zur Multiplikator*innengewinnung in Form von Workshops und Dialogen geplant.
    Die Ergebnisse des Teilprojekts werden während der Projektlaufzeit zirkulär begleitforschend evaluiert und zum Abschluss des Projekts veröffentlicht.

     

     

     

     

    Ansprechpartner

    Tim Wiegers M.A.

    Projektinformationen

    Laufzeit: 01.02.2021 – 28.02.2022